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Erste
Erwähnung
Die
ältesten Funde stammen aus der mittleren Bronzezeit von ca. 1300 -
1600 v. Chr. Sie wurden 2007 bei den Aushubarbeiten für die
Alterswohnungen gefunden. Ein weiteres Highlight war 1928 die
Entdeckung einer römischen Villa in der "Mei".
Der
Name "Bözen" wurde erstmals als "Boze" in einem Dokument
aus dem Jahre 1284 erwähnt. Die Ortsbezeichnung geht auf das keltische Wort
"voceton" zurück, das sich im Alemannischen zu "Böze"
umwandelte. Der keltische Begriff bedeutet "Niederwald, Waldgebiet mit
viel Niederholz".
Gemeindewappen
Bözen
verdankt sein Wappen den Herren von Rotberg, welche bis 1514 Twingherren von
Bözen waren. Das Gemeindewappen ist dreiteilig. In der Mitte weist das gelbe
Feld einen schwarzen Querbalken auf.
Lage
Die
Aargauer Gemeinde Bözen befindet sich an der Westgrenze des Bezirks Brugg. Sie
ist im oberen Sisselntal, kurz vor dem Anstieg über den Bözberg, in einer
dreifachen Talgabelung eingebettet. Das Dorf liegt genau in der Mitte zwischen
den Ballungszentren Zürich und Basel.Geografisch
betrachtet, ist der Ort dem Oberen Fricktal zugewandt.
Bözen
wird von vier Nachbargemeinden umgeben: im Südosten von Effingen, im Nordosten
von Elfingen, im Westen von Hornussen und im Süden von Zeihen. Das
Gemeindegebiet wird von Effingerbach, Elfingerbach und Sissle durchflossen.
Bözen
liegt auf einer Höhe von 407 m über Meer. Der Gemeindebann umfasst 396 ha,
wovon 76 ha aus Wald bestehen.
Verkehrsverbindungen
Buslinie
Frick-Bözberg-Brugg. Hauptstrasse Zürich-Basel, Autobahn A3 Ausfahrt Frick (von
und nach Basel). Ausfahrt Effingen (Halbanschluss von und nach Zürich).
Landschaft
Die
Landschaft rund um Bözen ist vielfältig: lichte Wälder, sonnige Raine, Äcker
und Wiesen, grossflächige Getreidefelder, Weinberge und vieles mehr. Die
Gemeinde befindet sich in einem herrlichen Wandergebiet.
Dorfbild
Die
Siedlung folgt in typisch jurassischen Strassenzeilen dem Haupttal und in einem
rechten Winkel den beiden Seitentälern. Die grösstenteils spätgotischen
gemauerten Giebelhäuser entlang der Hauptstrasse haben ihre ursprüngliche
Dimension und Dachform weitgehend bewahrt. Entlang der Strasse wurde in
Altliegenschaften neuer Wohnraum geschaffen, in den Randgebieten sind neue
Einfamilienhäuser entstanden. Das Dorfbild wird von der hübschen Kirche beherrscht,
welche nordöstlich über der Gemeinde thront.
Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche
mit Auferstehungsfenster und
Daxelhoferscheibe
Schmuckstück
des Dorfes ist die Kirche, die sich auf einem markanten Hügelsporn erhebt. Die
mittelalterliche Marienkapelle, wahrscheinlich Ziel von Prozessionen, wurde
1667 als reformierte Saalkirche im bernischen Spätbarock-Stil neu erstellt.
Besonders
sehenswürdig ist das farbenprächtige, von Felix Hoffmann geschaffene,
Auferstehungsfenster (1961) in der Mitte des Chores. Es zeigt neben der
sieghaften Christusfigur den Propheten Jona und die Frauen neben dem leeren
Grab.
Interessant
ist auch die Daxelhoferscheibe aus dem Jahre 1668. Das Doppelwappen Bern und
der gekrönte Reichsschild zeigen, dass sich damals die alte Eidgenossenschaft
nach wie vor zum "Heiligen römischen Reich deutscher Nation"
bekannte. Auf dem Sockel befindet sich das Stifterwappen Daxelhofer und die
Inschrift "Herr Niclaus Dachssel Hoffer der Zeit Hoffmeister zu
Königsfelden 1668".
Spätgotische
Mauerbauten
Als
erwähnenswerte alte Bauten gelten das ehemalige Zehntenhaus (Nr. 52) aus der
Mitte des 17.
Jahrhunderts, die etwas abgelegene Mühle, die heute nicht mehr betrieben wird,
sowie die alte Trotte im Oberdorf. Das im 16. Jahrhundert errichtete Gasthaus
zum Bären weist schöne gotisch gekehlte Fenster auf. In diesem stattlichen
Gebäude wurde während der Berner Herrschaftszeit Gericht gehalten. Der
angegliederte Tenn- und Stallanbau von 1592 diente als Pferdewechselstation.
Naturschutzgebiet
Nätteberg-Hessenberg
Auf dem
Nätteberg und auf dem Hessenberg wachsen lichte Föhrenwälder und Magerwiesen
mit ausserordentlichem Pflanzenreichtum. Mindestens 15 Arten von Orchideen
kommen hier vor. Beste Besuchszeiten sind die Monate Mai bis August. Die
Gebiete stehen unter kantonalem Schutz. Die Wege dürfen nicht verlassen und
Hunde müssen an der Leine geführt werden. Weitere Informationen
Einwohnerzahl
Die
Einwohnerzahl beläuft sich zurzeit auf 716 Einwohner. Davon bilden die
Ortsbürger eine Minderheit (20.25 %). Der Ausländeranteil beträgt derzeit 14.1 %.
Bürgernamen
Zu den
typischen Familiennamen von Bözen zählen: Amsler, Brack, Büchli, Fuchs,
Heuberger, Kistler, Pfister
Politisches
Der
Gemeinderat besteht aus fünf Mitgliedern. Als gesetzgebende Gewalt besammeln
sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung, welche
zweimal jährlich stattfindet (Sommer/Winter). Neben der Einwohnergemeinde
besteht die Ortsbürgergemeinde mit dem Schwergewicht auf der Forstwirtschaft.
Kirchgemeinde
Zur
reformierten Kirchgemeinde gehören nebst Bözen, die Gemeinden Effingen und
Elfingen. Die katholischen Einwohnerinnen und Einwohner gehören der
Kirchgemeinde Hornussen an, die christkatholische Bevölkerung der Christkatholischen Kirchgemeinde Baden-Brugg-Wettingen.
Schulwesen
Bözen
besitzt einen Kindergarten sowie eine Primarschule (1. bis 5. Klasse). Die
Real- und Sekundarschule wurde im August 2005 regionalisiert. Der Kreisschule
Oberstufe BEEHZ gehören die Gemeinden Bözen, Effingen, Elfingen, Hornussen und
Zeihen an. Bözen ist Hauptstandort, Zeihen Nebenstandort.
Gewerbe
Rund 75
% der Berufstätigen erzielen ihr Einkommen ausserhalb der Wohngemeinde. Daneben
besteht ein vielfältiges einheimisches Gewerbe. Die Landwirtschaft umfasst noch
sechs Betriebe, welche sich ausserhalb des Dorfkerns befinden. Zum
Dienstleistungsbereich zählen unter anderem eine Arztpraxis, die Poststelle,
und der Volg-Laden. Das Gasthaus zum Bären, das Restaurant Post und das
Restaurant Frohsinn verwöhnen Sie gerne mit delikaten Speisen.
Rebbau
Bözen
gehört zu den ältesten Rebbaugemeinden im Aargau. Um 1850 war das Dorf gar die
zweitgrösste Weinproduzentin im Kanton. Fast 53 Hektaren waren damals bestockt.
Heute sind es noch rund 12 Hektaren. Drei historische Trotten zeugen noch vom
intensiven Rebbau. Der 1991 gegründete Verein der Reb- und Weinfreunde zeigt,
dass der Weinbau auch weiterhin mit grosser Hingabe und Liebe betrieben wird.
Vereine
Das
kulturelle Leben in der Gemeinde wird durch 15 Vereine gefördert, die
eine aktive und interessante Freizeitgestaltung bieten.
Gemeinde-Zusammenarbeit
Im
Herbst 2005 wurde die Oberstufe (Real- und Sekundarschule) mit den umliegenden
Gemeinden regionalisiert.
Gemeinsam
mit den Nachbargemeinden Effingen, Elfingen und Hornussen wird der
Wasserverband BEEH geführt. Dem Abwasserverband BEEHZ gehört zudem Zeihen an.
Infolge Pensionierung des Försters per Ende 2008 ist die
Bewirtschaftung der Bözer Waldungen per 01. Januar 2009 in einer zweijährige Einführungsphase dem
Forstbetrieb Homberg-Schenkenberg in Zeihen übertragen worden.
Ebenfalls per 01. Januar 2009 hat die Feuerwehr Oberes
Fricktal ihre Arbeit aufgenommen. Sie umfasst die Gemeinden
Effingen,
Elfingen, Hornussen, Zeihen und Bözen.
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